Lebenslauf Vordruck

Der Lebenslauf gehört zu jeder Bewerbung dazu. Doch wie sieht ein überzeugender Lebenslauf aus?

Viele Arbeitgeber und Personaler werten den Lebenslauf als den wichtigsten Teil einer Bewerbung. Denn durch den Lebenslauf kann sich der Personaler einen ersten Überblick über Ihren bisherigen Werdegang und Ihre Qualifikationen verschaffen. Bringen Sie das notwendige Know-how für die angestrebte Stelle nicht mit, kann der Personaler Ihre Bewerbung gleich wieder aussortieren.

Die Zeit, sich Ihre Arbeitszeugnisse näher anzuschauen, kann er sich sparen. Das klingt zwar hart. Sie müssen aber bedenken, dass bei einem Unternehmen täglich sehr viele Bewerbungen eingehen. Nicht selten bewerben sich auf eine Stellenanzeige hin mehrere hundert Kandidaten. Dem Personaler bleibt also letztlich gar nichts anderes übrig, als die Bewerbungen nur kurz zu überfliegen. Und der Lebenslauf ist dabei nun einmal das aussagekräftigste Dokument. Schließlich vermittelt er in kurzer und übersichtlicher Form, was Sie bisher gemacht haben und was Sie fachlich so können. Ihre Motivation und Ihre Leistungsbereitschaft, die Sie im Anschreiben geschildert haben, sind an diesem Punkt schön und gut. Entscheidender ist aber zunächst einmal, dass Sie dem Anforderungsprofil für die Stelle gerecht werden. Und was heißt das jetzt für Sie? Wie schreiben Sie Ihren Lebenslauf richtig?

Die Form Ihres Lebenslaufs

Als Standard gilt ein sogenannter tabellarischer Lebenslauf. Bei diesem Lebenslauf ordnen Sie die Inhalte in zwei Spalten an. In der einen Spalte stehen die Zeitdaten, in der anderen Spalte die dazugehörigen Angaben. Gleichzeitig sind Ihre Stationen in mehrere Rubriken aufgeteilt. Dadurch wirkt der Lebenslauf schön übersichtlich und der Personaler kann mit einem Blick die Informationen erfassen, die für ihn wichtig sind. Übersichtlichkeit ist dabei übrigens das entscheidende Stichwort. Denn Ihr Lebenslauf muss klar gegliedert sein. Kaum ein Personaler wird sich die Zeit nehmen, einen chaotischen Lebenslauf zu studieren. Geschrieben wird der Lebenslauf am PC. Welches Programm Sie dafür verwenden, bleibt natürlich Ihrem Geschmack überlassen. Idealerweise sollten Sie aber das Textverarbeitungsprogramm nutzen, mit dem Sie auch Ihr Anschreiben verfassen. Auf diese Weise können Sie das gleiche Design gestalten und beide Bewerbungsunterlagen als eine Datei speichern.

  • Übrigens: Das Gegenstück zum tabellarischen Lebenslauf ist der ausformulierte Lebenslauf. Er wird wie ein Aufsatz als Fließtext verfasst. Und der ausformulierte Lebenslauf wird nicht am PC, sondern meist von Hand geschrieben. Allerdings ist der ausformulierte Lebenslauf heute nicht mehr üblich. Einen solchen Lebenslauf reichen Sie deshalb nur dann ein, wenn er ausdrücklich verlangt wird. Ansonsten belassen Sie es beim tabellarischen Lebenslauf. Eine Vorlage dafür finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Die richtige Länge für Ihren Lebenslauf

Ihr Lebenslauf muss zwar schön übersichtlich sein. Doch das heißt nicht, dass Sie die Inhalte zu weit auseinanderziehen sollten. Denn mehrere Blätter, die jeweils kaum beschriftet sind, kommen genauso schlecht an wie zu vollgestopfte Seiten. Als Faustregel für die Länge gilt, dass Ihr Lebenslauf

  • eine Seite lang sein sollte, wenn Sie Schüler oder Berufseinsteiger sind, und
  • höchstens zwei Seiten lang sein sollte, wenn Sie Berufserfahrung mitbringen.

Sind Sie eine gestandene Führungskraft mit 30 Jahren Berufspraxis und sind alle Ihre beruflichen Stationen für die angestrebte Stelle relevant, kann Ihr Lebenslauf ausnahmsweise auch drei Seiten umfassen. Mehr sollte es aber auf keinen Fall werden.

Und was ist mit dem Bewerbungsfoto?

Ob Sie Ihr Bewerbungsfoto in den Lebenslauf integrieren oder ein Deckblatt erstellen, können Sie selbst entscheiden. Würde Ihr Lebenslauf ziemlich leer aussehen, bietet es sich natürlich an, das Bewerbungsfoto hier unterzubringen. Ein Deckblatt können Sie sich dann sparen. Möchten Sie andersherum Platz gewinnen, können Sie das Bewerbungsfoto aus dem Lebenslauf auslagern.

Der Aufbau und die Inhalte vom Lebenslauf

Um Übersicht in Ihre Daten und Angaben zu bringen, wird ein Lebenslauf üblicherweise aus folgenden Rubriken aufgebaut:

  • Persönliche Angaben: Zu den Angaben zu Ihrer Person gehören Ihr Vor- und Nachname, Ihre Anschrift und Ihre sonstigen Kontaktdaten. Wenn Sie möchten, können Sie außerdem Ihr Geburtsdatum angeben. Angaben zu Ihrem Familienstand, Ihrer Nationalität, Ihrer Religion oder Ihren Eltern und Ihren Geschwistern lassen Sie weg. Diese Infos interessieren den Personaler nicht und nehmen nur unnötig Platz weg. Eine Ausnahme gilt lediglich dann, wenn Sie sich beispielsweise bei einer kirchlichen Einrichtung bewerben und eine bestimmte Konfession zu den Einstellungsvoraussetzungen gehört.
  • Beruflicher Werdegang: In dieser Kategorie führen Sie Ihre beruflichen Stationen auf, und zwar in rückwärts chronologischer Reihenfolge. Sie beginnen also mit der Tätigkeit, die Sie zuletzt ausübt haben, und enden mit der Tätigkeit, die am längsten zurückliegt. Bei Ihren einzelnen Stationen geben Sie die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses mit Monat und Jahr, Ihre Position und den Namen Ihres Arbeitgebers an. Außerdem beschreiben Sie kurz den Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit oder Ihre wichtigsten Aufgaben. Ob Sie diese Infos ausformulieren oder nur Stichworte nennen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Sind Sie Schüler, geben Sie hier Ihre Praktika an.
  • Schulische Ausbildung: Hier nennen Sie Ihre Berufsausbildung und den dazugehörigen Abschluss mit Zeitangabe. Haben Sie mehrere Abschlüsse, ordnen Sie diese wie Ihre beruflichen Stationen wieder rückwärts chronologisch an. Als letzten Punkt in dieser Rubrik können Sie Ihren höchsten Schulabschluss nennen.
  • Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten: Haben Sie Weiterbildungen absolviert oder Kurse besucht, führen Sie solche Angaben in dieser Rubrik auf. Hier können Sie außerdem angeben, wenn Sie besondere Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringen, die für die angestrebte Stelle wichtig sein könnten. Aber bleiben Sie ehrlich. Denn Sie müssen damit rechnen, dass Ihre angekündigten Kenntnisse überprüft werden.

Wichtig ist, dass am Ende ein harmonischer und lückenloser Lebenslauf vorhanden ist. Ein paar Tipps, wie Ihnen das gelingt, geben wir Ihnen gleich noch. Wenn Sie Ihren Lebenslauf dann ausdrucken und in die Bewerbungsmappe abheften, wird er nicht unterschrieben!

7 Tipps für Ihren Lebenslauf

Auf den ersten Blick scheint es ziemlich leicht zu sein, einen Lebenslauf zu schreiben. Schließlich müssen Sie nur Ihren bisherigen Werdegang aufzählen. Und anders als beim Anschreiben müssen Sie sich keine knackigen Formulierungen überlegen, sondern können es bei Stichworten belassen. Tatsächlich ist es aber gar nicht so leicht, den Lebenslauf zusammenzustellen. Vor allem dann nicht, wenn es in Ihrem Lebenslauf immer wieder Brüche und Lücken gibt. Deshalb möchten wir Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben!

Tipp 1: Überarbeiten Sie Ihren Lebenslauf für jede Bewerbung.

Wenn Sie eine Bewerbung schreiben, werden Sie Ihr Anschreiben vermutlich jedes Mal neu formulieren. Schließlich muss das Anschreiben ja auf das Unternehmen und den angestrebten Job abgestimmt sein. Genauso sollten Sie auch mit Ihrem Lebenslauf verfahren. Natürlich können Sie sich ein Grundgerüst erstellen. Und an den Eckdaten wird sich nichts ändern. Wenn Sie aber Ihre beruflichen Stationen, Ihre Qualifikationen und Ihre Kenntnisse beschreiben, sollten Sie darauf achten, dass sie für die angestrebte Stelle relevant sind. Immerhin kann es gut sein, dass für einen Job beispielsweise Kenntnisse eines bestimmten Computerprogramms nützlich sind, bei einem anderen Job aber gar keine Rolle spielen. Dort könnten Sie mit anderen Kenntnissen vielleicht weit mehr punkten. Vergeben Sie also keine Chancen, sondern überarbeiten Sie Ihren Lebenslauf für jede Bewerbung.

Tipp 2: Überlegen Sie, ob eine chronologische Reihenfolge nicht besser wäre.

Mittlerweile ist es üblich, die Angaben im Lebenslauf in rückwärts chronologischer Reihenfolge aufzuführen. Diese Anordnung wird auch als amerikanische Gliederung bezeichnet. Und eigentlich macht diese Anordnung auch durchaus Sinn. Denn für den Personaler ist interessant, was Sie aktuell machen oder zuletzt gemacht haben. Als was Sie vor 20 Jahren tätig waren, interessiert ihn nicht unbedingt. Nur: Was ist, wenn Sie gerade arbeitslos sind? Oder wenn Sie aus familiären Gründen eine berufliche Auszeit genommen haben? Oder wenn Sie längere Zeit krank waren? Oder wenn Sie gerade Ihre Ausbildung oder Ihr Studium beendet haben und folglich weder großartig Berufserfahrung noch eine Karriere vorweisen können? Wenn Ihr beruflicher Werdegang damit beginnt, dass Sie keinen Job haben, macht das schließlich nicht den allerbesten Eindruck. In diesen Fällen kann es deshalb ratsamer sein, wenn Sie Ihre Angaben chronologisch anordnen. Dadurch fangen Sie mit Ihren beruflichen Erfolgen an und die Info, dass Sie in letzter Zeit nicht berufstätig sind oder waren, rutscht ganz nach hinten.

Tipp 3: Setzen Sie Prioritäten.

Ihr Lebenslauf sollte präzise auf den Punkt bringen, was Sie bisher gemacht haben und welche Qualifikationen Sie mitbringen. Allerdings dürfen Sie dabei die angestrebte Stelle nicht aus den Augen verlieren. Wenn sich der Personaler Ihren Lebenslauf anschaut, dann hat er dabei die Frage „Passt das Qualifikationsprofil des Bewerbers zur ausgeschriebenen Position?“ im Hinterkopf. Gleichzeitig sind für den Personaler grundsätzlich nur die letzten zehn Berufsjahre interessant. Alles, was länger zurückliegt, interessiert ihn nur am Rande. Konzentrieren Sie sich deshalb auf die Qualifikationen und Kenntnisse, die für Ihren Wunschjob wirklich von Bedeutung sind. Und lassen Sie alles, was unnötig ist oder ewig zurückliegt, weg.

Tipp 4: Nennen Sie nur relevante Weiterbildungen.

Fort- und Weiterbildungen, Schulungen, Seminaren und Kursen wird heutzutage ein hoher Stellenwert beigemessen. Arbeitgeber erwarten von ihren Mitarbeitern, dass sie bereit sind, sich kontinuierlich weiterzubilden, ihr Wissen zu vertiefen und sich neues Wissen anzueignen. Denn nur wer sich regelmäßig weiterbildet, bleibt auf einem aktuellen Stand und kann mit den stetigen Entwicklungen Schritt halten. Trotzdem sollten Sie überprüfen, ob Sie wirklich alle Ihre Weiterbildungen im Lebenslauf aufzählen wollen. Denn längst nicht jede Bildungsmaßnahme ist für die angestrebte Stelle von Bedeutung. Und wenn Sie mehr Umschulungen und Weiterbildungen in Ihrem Lebenslauf haben als berufliche Stationen, könnte der Eindruck entstehen, dass Sie eine Maßnahme nach der anderen absolviert, dazwischen aber kaum Zeit zum Arbeiten gefunden haben. Oder dass Sie nicht so genau wissen, was Sie eigentlich wollen und deshalb dauernd irgendetwas Neues angefangen haben. Wählen Sie deshalb die Bildungsmaßnahmen aus, die für die angestrebte Stelle wichtig sind. Und wenn es mehrere Maßnahmen waren, dann fügen Sie diese zwischen Ihre beruflichen Stationen ein. Die Alternative ist, Maßnahmen mit ähnlichen Inhalten unter Ihren besonderen Kenntnissen zu einem Punkt zusammenzufassen.

Tipp 5: Verschweigen Sie keine Lücken.

Arbeitslosigkeit, Elternzeit, abgebrochene Ausbildung, eine längere Erkrankung: Brüche und Lücken im Lebenslauf sind normal. Die wenigsten Lebensläufe sind wirklich geradlinig. Deshalb können und sollten Sie Lücken nicht verschweigen. Jeder Personaler kennt den Trick, dass Sie statt Monats- und Jahresangaben nur Jahreszahlen nennen, um Lücken zu kaschieren. Für den Personaler ist außerdem nicht wichtig, ob Sie mal arbeitslos waren. Ihn interessiert vielmehr, was Sie in dieser Zeit gemacht haben. Und wie Sie mit dieser Lücke umgehen. Stehen Sie also selbstbewusst zu Ihren Brüchen. Je mehr Sie versuchen, etwas zu verbergen, desto eher müssen Sie mit unangenehmen Nachfragen im Vorstellungsgespräch rechnen.

Tipp 6: Bleiben Sie ehrlich und realistisch.

Natürlich können und sollten Sie besondere Kenntnisse und Fähigkeiten nennen. Aber nur dann, wenn Sie diese auch wirklich haben. Sie müssen beispielsweise nicht gesondert erwähnen, dass Sie mit den gängigen Computeranwendungen umgehen können. Das ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit und wird vorausgesetzt. Besondere Kenntnisse wären hingegen, wenn Sie eine spezielle Software oder eine besondere Programmiersprache beherrschen.

Wichtig ist auch, dass Sie bei Ihren Fremdsprachenkenntnissen nicht schummeln. Denn es wäre ganz schön peinlich, wenn Sie sich als Sprachgenie ausgeben, bei einem kleinen Test im Vorstellungsgespräch aber nicht in der Fremdsprache antworten können. Richtig angegeben werden Fremdsprachenkenntnisse so:

EinstufungBedeutung
GrundkenntnisseSie beherrschen den Grundwortschatz und die wesentlichen Grammatikregeln. Sie können ein einfaches Gespräch führen.
GutSie können sich problemlos an einer Unterhaltung beteiligen.
Sehr gut / fließendSie sprechen die Sprache nahezu fehlerfrei und können anspruchsvolle Gespräche auf höherem Niveau führen.
VerhandlungssicherSie sprechen die Sprache fehlerfrei und ohne Akzent. Wenn Sie sprechen, ist kaum ein Unterschied zu einem Muttersprachler bemerkbar.

Tipp 7: Wägen Sie gut ab, ob und welche Hobbys Sie angeben.

Ob Sie Hobbys in Ihrem Lebenslauf angeben oder ob nicht, bleibt Ihrer Entscheidung überlassen. Einerseits verraten Sie durch Ihre Hobbys etwas über sich selbst, was Ihnen Sympathiepunkte einbringen kann. Andererseits könnte der Personaler falsche Rückschlüsse ziehen. Überlegen Sie sich deshalb, ob Ihre Hobbys Eigenschaften ausdrücken, die Ihnen im Job nutzen könnten. Eine Mannschaftssportart beispielsweise steht für Teamgeist, Musik oder Malen für Kreativität und Marathonlaufen für Disziplin und Ehrgeiz. Lesen hingegen wirkt langweilig, Fallschirmspringen könnte Sie zu risikofreudig aussehen lassen. Zudem sollten Sie keine Hobbys angeben, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Denn der Personaler könnte befürchten, dass die Arbeit darunter leidet. Daher der Tipp: Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Hobbys im Zweifel lieber weg.

Lebenslauf schreiben – ein Vordruck

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Beruflicher Werdegang

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Tätigkeit/Position bei Name des Unternehmens

  • Hauptaufgaben
  • besondere Tätigkeiten / Leistungen / Erfolge

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Tätigkeit/Position bei Name des Unternehmens

  • Hauptaufgaben
  • besondere Tätigkeiten / Leistungen / Erfolge

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Tätigkeit/Position bei Name des Unternehmens

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  • besondere Tätigkeiten / Leistungen / Erfolge

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Tätigkeit/Position bei Name des Unternehmens

  • Hauptaufgaben
  • besondere Tätigkeiten / Leistungen / Erfolge

Schulische Bildung

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Ausbildung/Studium bei Unternehmen/Uni

  • Abschluss

Monat/Jahr bis Monat/Jahr Ausbildung bei Unternehmen

  • Abschluss

Monat/Jahr Weiterbildung als Bezeichnung

  • Bildungseinrichtung

Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten

  • Fremdsprachenkenntnisse
  • PC-Kenntnisse
  • Gesellschaftliches Engagement

Usw.