Gutscheinvordruck

Eigentlich ist ein Gutschein eine wirklich gute Geschenkidee. Solange Ihnen diese fünf Fehler nicht unterlaufen.

Ob Geburtstag, Weihnachten, Muttertag, Valentinstag, Hochzeitstag, bestandene Prüfung oder Einweihungsparty: Im Laufe des Jahres muss immer mal wieder ein Geschenk her. Bevor dann irgendwelche Gegenstände auf dem Gabentisch landen, die der Beschenkte eigentlich gar nicht braucht oder die ihm nicht gefallen, kann ein Gutschein eine prima Lösung sein.

Vor allem ein selbstgemachter Gutschein ist schließlich viel persönlicher und Sie können durch den Gutschein etwas verschenken, das so in keinem Laden erhältlich ist. Allerdings gibt es ein paar Fettnäpfchen, die Sie auf jeden Fall umgehen sollten. Die fünf schlimmsten Fehler bei einem Gutschein haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. Und natürlich sagen wir Ihnen auch, wie Sie diese Fehler vermeiden. So kann mit Ihrem Gutschein als Geschenk nichts mehr schiefgehen!

Fehler Nr. 1: Der Gutschein wirkt wie eine Notlösung.

Sie haben einen Geburtstag, ein Jubiläum oder einen anderen Festtag total vergessen und brauchen jetzt auf die Schnelle ein Geschenk. Also nehmen Sie ein Blatt Papier, schreiben Ihren Gutscheintext darauf und drücken dem Beschenkten das Ganze in die Hand. Auch wenn der Gutschein einen schönen Inhalt hat, wird er wahrscheinlich nicht allzu gut ankommen. Denn der Beschenkte wird schnell feststellen, dass Ihr selbstgemachter Gutschein nur eine schnelle Notlösung war. Und mal ehrlich: Würden Sie sich über ein Geschenk freuen, das ganz offensichtlich nur eine Notlösung ist?

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Egal, ob Sie sich den Gutschein bewusst ausgedacht haben oder ob Sie tatsächlich auf die Schnelle ein Geschenk brauchten: Ihr Gutschein sollte wie ein schönes und mit Liebe ausgesuchtes Geschenk wirken. Deshalb kommt es bei einem Gutschein nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Verpackung an. Schreiben Sie nicht nur irgendeinen Gutscheintext auf einen Zettel und stecken diesen in einen Briefumschlag. Lassen Sie sich stattdessen eine ansprechende Optik einfallen. Selbst wenn Sie nicht gerne basteln, genügen dafür wenige Handgriffe. So können Sie Ihren Gutschein beispielsweise zusammenrollen, in eine leere Flasche stecken, mit einer Schleife dekorieren und als Flaschenpost überreichen. Oder Sie können einen hübschen Bilderrahmen besorgen und den Gutschein als kleines Bild übergeben. Oder sie falten den Gutschein zu einer Blume, formen aus Draht einen Blumenstiel und stecken die Gutscheinblume in eine Vase. Auch eine leere CD-Hülle, ein Schuhkarton und selbst ein Briefumschlag lassen sich mit Knöpfen, Federn, Blüten, Geschenkbändern und anderen Materialien zu schönen Geschenkverpackungen aufarbeiten. Geben Sie sich also etwas Mühe, damit Ihr Gutschein nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugt.

Fehler Nr. 2: Der Gutschein ist einfach unpassend.

Das Gute an einem Gutschein ist, dass Sie damit letztlich verschenken können, was Sie möchten. Ob der Beschenkte den Gutschein für einen Gegenstand einlösen kann oder ob Sie etwas Immaterielles wie gemeinsame Zeit oder Unterstützung im Haushalt verschenken, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Nur: Auch ein Gutschein kann einen Inhalt haben, mit dem der Beschenkte nichts anfangen kann oder der einfach unpassend ist. Verschenken Sie beispielsweise einen Gutschein, mit dem Sie dem Beschenkten das Gassi gehen mit seinem Hund abnehmen, mag das gut gemeint sein. Doch der Beschenkte wird sich nicht darüber freuen, wenn sein Hund kürzlich gestorben ist. Ein anderes Beispiel wäre ein Gutschein, der eine gemeinsame Fahrradtour mit anschließendem Picknick beinhaltet. Sicherlich gibt es Personen, die sich über einen solchen Gutschein sehr freuen würden. Der Beschenkte wird mit Ihrem Gutschein aber nicht viel anfangen können, wenn er überhaupt nicht gerne Fahrrad fährt oder möglicherweise gar kein Fahrrad fahren kann.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Überlegen Sie sich, womit Sie dem Beschenkten eine Freude machen könnten. Welche Hobbys hat er? Was unternimmt er gerne? Finden Sie hier keine Ansatzpunkte, dann denken Sie darüber nach, worüber sich der Beschenkte immer mal wieder beschwert oder welche Arbeiten er ungern erledigt. Beklagt er sich darüber, dass er kaum Zeit für sich selbst hat? Hat er mal erwähnt, dass er schon so lange nicht mehr im Theater oder Kino war, aber keine Begleitung findet? Hat er erzählt, dass die ganze Hausarbeit an ihm hängen bleibt? Vielleicht ergibt sich hier die passende Geschenkidee. Berücksichtigen Sie aber auch die Lebenssituation und die Eigenarten des Beschenkten. Hat er sich gerade von seinem Partner getrennt, ist eine Einladung ist das Lieblingsrestaurant des Ex-Paares keine gute Idee. Gleiches gilt, wenn Sie dem Beschenkten eine gründliche Autowäsche schenken, obwohl er regelmäßig erklärt, dass es ihn nervt, wenn die Leute pingelig jedes Staubkörnchen aus dem Auto entfernen.

Fehler Nr. 3: Der Gutschein ist irreführend.

Sie haben viel Zeit und Mühe investiert, um einen ansprechenden Gutschein zu basteln. Doch Ihr Text ist so formuliert, dass der Beschenkte gar nicht so richtig versteht, was Sie ihm eigentlich schenken. Oder er versteht Ihren Text anders, als Sie sich das gedacht haben. Angenommen, Sie schreiben auf den Gutschein: “Dieser Gutschein gilt für eine ausgiebige Shoppingtour in Musterstadt.” Wie soll der Beschenkte Ihren Gutschein verstehen? Ziehen Sie mit dem Beschenkten einen Tag lang durch die Geschäfte? Schenken Sie ihm also den Ausflug und die gemeinsame Zeit? Oder darf sich der Beschenkte bei der Shoppingtour etwas aussuchen, das Sie bezahlen? Oder finanzieren Sie vielleicht die komplette Shoppingtour? Möglicherweise ging es Ihnen ja um den gemeinsamen Bummel durch die Fußgängerzone. Wenn der Beschenkte aber davon ausgeht, dass er auf Ihre Kosten einkaufen kann, wird er vermutlich enttäuscht sein, wenn Sie das Geschenk klarstellen.

In die gleiche Fehlerkategorie fallen auch Gutscheine, die besonders witzig sein sollen. Ein Beispiel: Sie schreiben in großer Schrift auf die Gutscheinkarte “Gutschein für ein romantisches Abendessen bei Kerzenschein” und darunter, in kleiner Schrift “eine Familienportion Dosenravioli”. Vielleicht mag es ja den einen oder anderen geben, der Ihre Idee witzig findet und sich köstlich darüber amüsieren kann. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Spaß recht schnell vorbei ist oder der Beschenkte aus Höflichkeit lächelt und ansonsten eher enttäuscht über Ihr vermeintlich lustiges Geschenk ist.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Wenn Sie einen selbstgemachten Gutschein verschenken, dann achten Sie auf klare und eindeutige Formulierungen. Benennen Sie präzise und auf den Punkt gebracht, was Sie verschenken. Möchten Sie mit dem Beschenkten einen gemeinsamen Tag in der Stadt verbringen und gemütlich durch die Straßen schlendern, dann schreiben Sie, dass der Gutschein “für einen gemeinsamen Nachmittag in Musterstadt” gilt, statt eine Shoppingtour in Aussicht zu stellen. Zum einen wecken Sie auf diese Weise keine falschen Erwartungen und riskieren keine Missverständnisse. Und zum anderen können Sie den Beschenkten ja immer noch mit einer Shoppingtour auf Ihre Kosten überraschen, wenn er den Gutschein einlöst und Ihr Budget es zulässt. Und für die vermeintlich witzigen Gutscheine gilt: Wenn Sie den Beschenkten gut kennen und wissen, worüber er lachen kann, können Sie einen lustigen Gutschein überreichen. Dieser Gutschein sollte aber nur eine nette Zugabe sein und nicht das eigentliche Geschenk. Beim obigen Beispiel könnten Sie beispielsweise erst den Gutschein für die Dosenravioli überreichen und danach dann einen Gutschein für ein romantisches Abendessen im Lieblingsrestaurant des Beschenkten nachlegen.

Fehler Nr. 4: Auf dem Gutschein steht ein anderer Name.

Manchmal steht auf einem Gutschein, von wem und für wen der Gutschein ist. Vor allem bei Gutscheinen, die in einem Geschäft gekauft oder online bestellt werden, ist das oft der Fall. Aber auch bei einem selbstgemachten Gutschein verleiht der Schenkende seinem Geschenk mitunter eine persönliche Note, indem er den Namen des Beschenkten darauf vermerkt. Nun ist es aber ganz schön peinlich, wenn Sie einen Gutschein, den Sie selbst bekommen haben, weiterverschenken – und auf diesem Gutschein in großen Buchstaben steht, dass dieser Gutschein für Sie ist.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Natürlich kann es sein, dass Sie mit einem Gutschein nicht viel anfangen können. Genauso ist denkbar, dass Sie auf die Schnelle ein Geschenk brauchen und nichts anderes zur Hand haben als einen Gutschein, den Sie selbst bekommen haben. Und grundsätzlich spricht auch überhaupt nichts dagegen, wenn Sie einen Gutschein weiterverschenken. Doch bevor Sie das tun, sollten Sie sich den Gutschein noch einmal genau anschauen. Steht auf dem Gutschein von wem und vor allem für wen er ist? Sollte auf dem Gutschein Ihr Name oder der Name einer anderen Person stehen, sollten Sie diese Angabe kaschieren. Stammt der Gutschein aus einem Geschäft, können Sie dort nachfragen, ob Ihnen ein neuer Gutschein ausgestellt werden kann. Steht der Name nur auf dem Umschlag, dann tauschen Sie den Umschlag einfach aus. Und ansonsten können Sie versuchen, den Namen wegzuradieren, zu überschreiben, zu übermalen oder unter einem hübschen Aufkleber verschwinden zu lassen. Jedenfalls sollte der Beschenkte nicht merken, dass der Gutschein ursprünglich gar nicht für ihn war. Dazu gehört übrigens auch, dass Sie sicherstellen, dass Sie dem Beschenkten nicht seinen eigenen Gutschein zurückgeben. Oder dass der Gutschein inzwischen längst abgelaufen ist. Denn das wäre mindestens genauso peinlich wie ein falscher Name.

Fehler Nr. 5: Der Gutschein wird zum Eigentor.

Die Idee von einem Gutschein ist, dass der Beschenkte den Gutschein einlösen kann. Und zwar für das, was auf dem Gutschein steht, und zu dem Zeitpunkt, an dem der Beschenkte das gerne möchte. Das heißt für Sie, dass Sie zu Ihrem Geschenk auch stehen müssen. Es kommt nicht sehr gut an, wenn Sie mit Ihrem Gutschein Hilfe bei Hausarbeiten, einen gemeinsamen Ausflug oder Babysitterdienste verschenken, dann aber jedes Mal eine Ausrede parat haben, warum der Beschenkte seinen Gutschein ausgerechnet jetzt nicht einlösen kann.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Überlegen Sie sich vorher, was Sie verschenken und ob Sie diesen Gutscheininhalt auch wirklich umsetzen wollen und können. Überreichen Sie keinen Gutschein, von dem Sie hoffen, dass ihn der Beschenkte niemals einlösen wird. Denn ein solcher Gutschein macht einfach keinen Sinn. Und: Machen Sie sich Gedanken, wie die Gegenreaktion des Beschenkten auf den Gutschein aussehen könnte. Angenommen, Sie schenken Ihrem Partner einen Gutschein, den er einlösen kann, damit Sie ihm seinen Lieblingskuchen backen. Schenkt Ihnen Ihr Partner bei nächster Gelegenheit einen Gutschein für eine gründliche Autowäsche, wird Ihr Auto zwar einmal richtig sauber. Doch nachdem der Gutschein eingelöst ist, müssen Sie Ihr Auto selbst waschen, obwohl das sonst immer Ihr Partner gemacht hat. Mit Ihrem Gutschein haben Sie sich also letztlich ein Eigentor geschossen.