Vordrucke für Beurteilungen

Auf Beurteilungen wird man immer mal wieder im Leben warten müssen. Wenn man es irgendwann auch mal auf einen Chefsessel schafft, kann es aber auch sein, dass man mal eine Beurteilung schreiben muss. Dabei geht es dann ja nicht nur um die klassischen „Abschlusszeugnisse für Auszubildende“ sondern auch mal um einen „Mitarbeiter“ der geht. Echte Vordrucke dafür gibt es nicht, weil man hier eine „Beurteilung-in-Aufsatzform“ erwartet.

Aber das ist leider noch nicht alles. Solche Vordrucke, Muster Vorlagen und Beurteilungen, sind auch gewissen gesetzlichen Vorschriften unterworfen. So darf nach deutschem Recht, keinem Mitarbeiter eine Negative Beurteilung ausgestellt werden, die es unmöglich macht sich bei einem anderen Betrieb zu bewerben. Ein Arbeitgeber, der mit seinem Angestellten aber so unzufrieden ist, dass er diese „Arbeitsleistung“ keinem seiner Kollegen zumuten möchte, findet aber in den Formulierungen immer wieder Möglichkeiten seinem „Nachfolger“ klar zu machen, was ihm da blühen könnte.

Der Trick bei der Sache ist eigentlich nur der, dass der Arbeitnehmer gar nicht merkt, dass er ein schlechtes Zeugnis bekommt, weil auch die „negativen“ Dinge „positiv“ formuliert werden. Das klassische Beispiel dafür ist zum Beispiel eine Quasselstrippe, die gefeuert wird, weil sie laufend quatscht und nicht arbeitet. In den Beurteilungen heißt es dann nicht: „…wurde gefeuert, weil Sie endlos gequatscht hat.“ sondern „… zu Ihren Stärken gehört eine sehr hohe Kommunikationsfreude.“ Während sich der Arbeitnehmer dann über diese schöne Formulierung freut, schlägt sich der nächste Chef schon vor den Kopf und winkt ab.

Diese „Geheimsprache“ der Chefetage ist gar nicht so einfach und einheitlich, weil sie sich auch immer wieder ändert. Denn der eine oder andere Arbeitnehmer kommt dann doch darauf, dass hier was nicht stimmt und geht zum Anwalt. Verbietet ein Gericht dann eine bestimmte Formulierung, werden andere Chefs diese ja auch nicht verwenden, weil sie eben auch keine Lust haben sich vor dem Arbeitsgericht herumzutreiben nur weil ein Ex-Mitarbeiter mit seiner Beurteilung nicht zufrieden ist.

 

Beurteilung Vorlage

Herr/Frau …, geboren am … in …, wurde am … in unserem Unternehmen als … eingestellt
Herr/Frau … übernimmt in unserer Firma folgende Aufgabenbereiche:

[Info über die Arbeitsbereitschaft]
[Info über die individuelle Arbeitsweise von Herrn/Frau…]
[Info über die Erfolgskontrolle der durchgeführten Tätigkeiten]
[Info über das Gruppen und Sozialverhalten von Herrn/Frau …]
[Ergänzen Sie hier das Dokument mit ihren Erfahrungen mit Herr/Frau …]
[Schreiben Sie hier warum Sie diese Beurteilung schreiben]

 

Adresse der Firma

 

Unterschrift des Geschäftsführers